Ein Neuzugang beim EnBW Hypernetz, einem der größten Schnellladenetze Deutschlands, ist der neue EnBW Ladepark in Lichtenau bei Chemnitz. Neu ist auch der Einsatz von Holz als primäre Dachkonstruktion.
Holzbau trifft auf Elektromobilität
Die hölzerne Dachkonstruktion des Ladeparks misst 24 x 12 m und besteht aus Sparren, Pfetten und A-Böcken. Die Böcke wurden werkseitig vormontiert, einschließlich Brettsperrholzplatten mit Schraub-Press-Verklebung und 1.500 mm langen eingeklebten Gewindestangen zur Lastabtragung von den darüberliegenden Querpfetten.
Eine millimetergenaue Vormontage der Stahlteile der Stützenfüße war erforderlich, um den Anschluss zu den 16 einzelnen bauseits eingegossenen Stahlbolzen zu gewährleisten.
Die Holzsparren wurden auf der Baustelle mit Stahlprofilen für die nachträglich installierte Photovoltaikanlage belegt. Die auf dem Dach des Ladeparks installierte Photovoltaikanlage erzeugt direkt einen Teil des Stroms für die Elektroautos, die an 16 HPC-Punkten (High Power Charging) unter dem Dach sowie an 8 weiteren Punkten vor Ort aufgeladen werden können. Bei Bedarf kann der Ladepark in Zukunft auf 32 HPC-Ladepunkte mit einer Ladeleistung von je 400 Kilowatt erweitert werden.
HESS TIMBER war bei diesem Projekt für ein erweitertes Leistungsspektrum verantwortlich. Dazu gehörten neben der Holzkonstruktion auch die Photovoltaikanlage und deren Elektroinstallation sowie die Attikaverkleidung und die Lichtwerbung. Die HASSLACHER Gruppe lieferte je Schnellladepark rund 1 m³ Brettsperrholz, 21 m² Dreischichtplatten sowie 27 m³ Brettschichtholz.